Empowerment

„Wenn ich es wage, mächtig zu sein – meine Stärke in den Dienst meiner Vision zu stellen –, dann wird es immer unwichtiger, ob ich Angst habe.“

Audre Lorde

Selbst-Ermächtigung

Der Begriff Empowerment beschreibt Ansätze, bei denen es darum geht, als Angehörige von Gruppen, die in der Gesellschft Diskriminierung und Abwertung erfahren, Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung zurückzugewinnen. Geprägt wurde der Begriff durch die Schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA, wird aber in vielen Kontexten genutzt, z.B. in feministischen Bewegungen und antikolonialen Befreiungsbewegungen.

Trans*-Feminismus Zeichen

Es geht darum, sich selbst zu Veränderung zu ermächtigen und sich eigener Stärken und Ressourcen bewusst zu werden. Empowerment bietet eine Grundlage, gemeinsam für Rechte zu kämpfen. Aus meiner eigenen Positionierung als trans* Person heraus rege ich in der Beratung und in Workshops mit Personen aus dem queeren und LSBTIQA*-Spektrum Empowerment-Prozesse an.

Safer Spaces

Geteilte Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen bilden eine wesentliche Grundlage von Empowerment. In geschützten Räumen kommen Menschen zusammen, die ähnliche Erfahrungen machen und von die gleichen Unterdrückungsmechanismen erfahren. Dort ist dann ein Austausch möglich, bei dem Erleben und Gefühle weniger in Frage gestellt werden.

Ressourcenorientierung

In meiner Arbeit mit queeren und LSBTIQA*-Personen geht es oft darum, sich der spezifischen Formen von Diskriminierung, oft Mehrfachdiskriminierung, bewusst zu werden. Dabei verfolge ich einen intersektionalen Ansatz. Um der Internalisierung von Abwertungen und Zuschreibungen von Minderwertigkeit entgegenzuwirken, unterstütze ich dabei, persönliche Ressourcen zur Resilienz und zum guten Leben zu entdecken, die dazu befähigen können, das eigene Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben einzufordern und durchzusetzen. Grundlage meiner Arbeit ist dabei ein systemischer Ansatz.

Biographische und narrative Herangehensweisen

Biografische und narrative Herangehensweisen stellen in den Mittelpunkt, welche Fähigkeiten und Bewältigungsmechanismen mir in meiner Lebensgeschichte geholfen haben. In der Gruppe kann es auch darum gehen, bestätigende „Zeug_innen“ für die eigene Identität zu haben.

Tree of Life schematisch

Tree of LifeTr

Zeiten der Unsicherheit und Wendepunkte im Leben erleben wir oft , als ob wir in einen reißenden Fluß geworfen werden, voller Risiken und Gefahren. Das gilt v.a., wenn Umbrüche – wie z.B. ein queeres Coming-out – mit dem Verlust von gesellschaftlicher Positon und Privilegien verbunden sind. Dann kann es empowernd sein, eine „sichere Position“ am Flußufer einzunehmen und das, was mir im Leben wichtig ist und mich ausmacht , mit etwas Abstand zu betrachten.

Im Rahmen von Beratungen und Workshops arbeite ich dann gerne mit dem „Tree of Life“, einer narrativen Methode, die 2006 von Neazelo Ncube und David Denborough in Simbabwe in der Arbeit mit Menschen, die durch HIV/AIDS wichtige Menschen und Verbundenheiten verloren hatten.

(Tree of Life).

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Auch Methoden wie kreatives Schreiben und Rollenspiele können empowernde Ausdrucksmöglichkeiten sein. Patentrezepte gibt es nicht, so unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich ist, was als empowernd erlebt wird.

Empowerment-Workshops

Im Rahmen meiner Arbeit biete ich nebem individuellen Beratungen auch Workshops mit Empowerment-Perspektiven für queere und LSBTIQA*-Personen, Gruppen und Communitys an. Gerne können wir im Gespräch gemeinsam schauen, was passend sein kann.

Zu manchen Veranstaltungen ist eine Anmeldung als Einzelperson möglich. Wenn es gerade solche Angebote gibt, führe ich sie hier auf:

  • Derzeit keine offenen Workshops

Meine Workshops mit Empowerment-Perspektive richten sich immer an Personen, die selber als queer oder LSBTIQA* Diskriminierungen erfahren. Für Personen, die diese Erfahrungen nicht teilen, biete ich auch Veranstaltungen zu „geschlechtlicher Vielfalt“ mit Perspektive auf Powersharing an.