“Das Leben ist nicht das, was es sein sollte. Es ist, was es ist. Die Art und Weise, damit umzugehen, macht den Unterschied.”
Virginia Satir
Biographische Splitter

Ich lebe in der niedersächsischen Weser-Ems-Region, ganz in der Nähe von Oldenburg (Oldenburg). In Göttingen und Bremen habe ich Philosophie mit dem Abschluss Magistra Artium studiert. Ich bin 1970 im Ruhrgebiet geboren und habe dort meine Kindheit und Jugend verbracht. Ich habe aber viele Jahre im Bremer Umland gelebt und betrachte die Hansestadt und den Nordwesten als meine Wahlheimat.
Von Jugend an habe ich mich politisch engagiert, vor allem in der Umwelt- und Anti-AKW-Bewegung. Wichtige Teile meiner Arbeit waren dabei immer die politische Bildungsarbeit und der Aufbau von Communitystrukturen. Früh habe ich begonnen, mich mit Moderation und Begleitung von Selbstorganisationsprozessen zu beschäftigen.
Während meines Universitätsstudiums habe ich mich mit erkenntnistheoretischen und sprachphilosophischen Themen auseinandergestzt, was wir einen Zugang zu konstruktivistischen und sozialkonstruktionistischen Perspektiven ermöglicht hat. Das bildet bis heute eine wichtige Grundlage meines Verständnisses von queer und meiner systemischen Beratungsarbeit.
Etliche Jahre habe ich als Lehrkraft in Integrationskursen (Deutschunterricht für Migrant_innen) gearbeitet und bringe von daher Erfahrungen in der Arbeit im Bereich Migration und Flucht mit. Die Ausbildung zur systemischen Beraterin habe ich berufsbegleitend beim HISW in Hamburg absolviert.
Als nicht-binär trans*weibliche Person engagiere ich mich in verschiedenen queeren Gruppen und Projekten. Mich beschäftigen queerfeministische und intersektionale (die Überschneidung verschiedener Zugehörigkeiten berücksichtigende) Perspektiven auf Macht- und Diskriminierungsverhältnisse. Innerhalb des systemischen Spektrums sehe ich in narrativen Ansätzen ein wichtiges Bindeglied zwischen beraterischer Praxis und kritischem Blick auf die dominanten Erzählungen in der Gesellschaft. Das Bild einer Neugestaltung der eigenen Selbsterzählung berührt mein Verständnis der eigenen geschlechtlichen Transition.
Ich bin mit einer wunderbaren inter* Person verheiratet und wir äußern und engagieren uns an vielen Stellen für gemeinsame Themen.
Diskriminierungskritische Perspektiven
Für meine Arbeit haben diskriminierungskritische Perspektiven eine zentrale Bedeutung. Ich gehe davon aus, dass es keinen Raum gibt, der frei von gesellschaftlichen und situativen Machtverhältnissen ist. So bin ich z.B. als weiße Person als Person mit deutschem Pass und als Akademikerin privilegiert, als trans* Person diskriminiert.
Privilegierte Positionierungen erscheinen oft unsichtbar. Auch für mich ist es immer wieder einer Herausforderung, die eigene Normativität zu erkennen. Dass dies einer ständigen Auseinandersetzung mit dem bedarf, was selbstverständlich erscheint, ist für mich eine wesentliche Arbeitsgrundlage. Queertheoretische und intersektionale Perspektiven sind dabei für mich zentral.
Mitgliedschaften und Qualifizierungen
Grundlage meiner Arbeit ist auch Vernetzung und Kooperation. Ich arbeite aktiv in verschiedenen Organisationen mit, die sich im Bereich der Beratung insbesondere queerer Personen engagieren oder queere Communitys vernetzen.
Für eine professionelle beraterische und pädagogische Tätigkeit bilde ich mich regelmäßig weiter. Eine Reihe von Qualifizierungen, an denen ich teilgenommen habe, sind neben meinem universitären Abschluss für meine Arbeit von grundlegenden Bedeutung.

